Haus schätzen - welche Methode ist die beste?

Es gibt viele Methoden, den Wert einer Immobilie herauszufinden: Von der Gratisschätzung bis hin zur Expertenbewertung. Wir erklären, wann welche sinnvoll ist.
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Nicht selten ist es notwendig, den Wert einer Liegenschaft in Erfahrung zu bringen. Welche Methode die beste ist, hängt ganz einfach vom Zweck der Schätzung ab.


Gratisschätzungen

Es gibt mittlerweile Dutzende Immobilienunternehmer, die auf ihren Websiten scheinbare Gratisschätzungen anbieten. Aber Vorsicht: Man muss dort zwar nur zwei drei rudimentäre Angaben eintippen, dann aber Name, Adresse sowie die Telefonnummer hinterlassen. Diese Gratisschätzungen haben für die Betreiber einen einzigen Zweck: Sie wollen an die Telefonnummer und die Adresse von potentiellen Kunden kommen, mit Angeboten und Werbung überschwemmen können. Gratisschätzungen sind fast ausnahmslos Werbefallen.


Für den Anwender haben Gratis-Schätzungstools schlicht keinen Nutzen. Sie liefern als Resultat eine Preispanne, die so gross ist, dass man den Wert ebenso gut mit einem Würfel hätte ermitteln können. Einige dieser Gratistools spucken zwar keine Spanne, sondern eine einzelne Zahl aus. Diese ist in den allermeisten Fällen aber schlicht falsch. Denn aufgrund der rudimentären Eingabeparameter ist die Ermittlung eines halbwegs brauchbaren Wertes nicht möglich.


Hedonische Schätzungen

Es gibt in der Schweiz zwei drei seriöse sogenannte hedonische Schätzungstools. Eine hedonische Schätzung kostet rund 400 Franken. Man muss bei dieser Art von Immobilienbewertungen auf einer Website rund 20 Eigenschaften der zu schätzenden Liegenschaft eingeben. Hedonische Schätzungstools arbeiten mit ausgeklügelten statistischen Methoden. Sie liefern für einfache Immobilien relativ gute Resultate. Zum Beispiel bei Vorabklärungen bei einem Kauf einer Liegenschaft, erfüllen sie durchaus ihren Zweck. Es gilt allerdings zu beachten: Wer sich mit Immobilien nicht so gut auskennt, läuft grosse Gefahr, dass er die Werte falsch eingibt. Wer zum Beispiel nicht weiss, wie man die Wohnfläche, Kubatur oder die Mikrolage ermittelt, erhält Resultate die vom tatsächlichen Wert so weit abweichen, dass die Schätzung nutzlos wird. Dazu kommt: Bei älteren Liegenschaften oder bei Liegenschaften mit spezieller Ausprägung (zum Beispiel Gewerbeanteil) oder übergrossem Garten, sind diese Tools überfordert, weil es dafür gar keine Eingabeparameter gibt.


Immobilienbewertungen von Experten

Wenn es ums Geld geht, zum Beispiel bei Erbschaften, Scheidungen und Freihandverkäufen ist ein Gutachten von einem Immobilienschätzer meistens die beste und richtige Wahl. Wichtig ist, abzuklären ob der Experte über eine entsprechende Ausbildung und die notwendige Erfahrung verfügt. Zum Beispiel hier. Ein guter Schätzer, kann auf viele Erfahrungswerte zurückgreifen und somit den Wert einer Liegenschaft genau ermitteln. Immobilienschätzungen


Wohnradar

Für den Fall, dass Sie nun kurz vor dem Verzweifeln sind, weil Ihnen eine vollwertige Schätzung zu teuer ist haben wir ein Tool gebaut mit dem Sie kostenlos eine Immobilienschätzung machen können, ohne dabei Ihren Namen oder Ihre Telefonnummer preisgeben zu müssen. Wohlgemerkt, auch dieses Tool ersetzt den Schätzungsexperten nicht. Aber immerhin liefert es erste Anhaltspunkte. Es ist unseres Wissens das einzige seiner Art: wohnradar.ch


hedonische Schätzungstools: IAZI und Wüest & Partner