Warum Einfamilienhäuser so teuer sind

Mehr als die Hälfte der Einfamilienhäuser gehören Menschen, die über 60 Jahre alt sind. Das macht das Eigenheim zu einem knappen Gut für junge Familien, sagen Experten.
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Im Corona-Jahr 2020 sind die Preise für Wohneigentum in der Schweiz weiter gestiegen - in Zürich 4 und schweizweit sogar 5 Prozent. Experten sehen darin mehrere Gründe: Erstens sind die tiefen Hypotheken ein Anreiz für viele, ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Zweitens kamen im vergangenen Jahr zum Beispiel im Kanton Zürich laut der Kantonalbank (ZKB) 13 Prozent weniger Eigenheime auf den Markt. In anderen Kantonen dürfte der Rückgang des Angebots ähnlich gewesen sein.


Eine mögliche Erklärung für die Verknappung des Angebots liegt laut den ZKB-Experten darin, dass die Pandemie die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich tangierte und die für den Eigenheimsektor relevanten Lohnsegmente bisher wenig betroffen waren.


Baustau: Für die Jüngeren bleibt fast nichts

Ein weiterer wichtiger Grund für das knappe Angebot liegt darin, dass zurzeit kaum noch neue Einfamilienhäuser gebaut werden können, und die bestehenden Einfamilienhäuser zu mehr als der Hälfte Menschen gehören, die über 60 Jahre alt sind. Das knappe Angebot lässt für viele jüngere Menschen den Traum vom Eigenheim platzen. Wenn mal endlich wieder Haus in der näheren Umgebung auf den Markt kommt, ist es oft entweder zu teuer oder bereits bekauft, bevor es besichtigt werden konnte.


Hoffnung für  junge Familien

Immerhin gibt es aber Hoffnung für junge Familien: Die ZKB-Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren überdurchschnittlich viele Einfamilienhäuser auf den Markt kommen, weil die Über-60-Jährigen ihre Eigenheime altershalber verkaufen.

Ein Artikel zu diesem Thema erschien unter anderem auch auf dem Portal der Handelszeitung: Zum Artikel