Was sind Verschreibungskosten?

Was sind Verschreibungskosten?

Liegenschaften dürfen nur verkauft werden, wenn ein Notar oder eine Behörde den Verkauf beurkundet. Die Verschreibungskosten setzen sich  zusammen aus Notarkosten und Handänderungssteuer und Gebühren. Einige Kantone haben die Handänderungssteuer abgeschafft.

Verschreibungskosten im Kanton Bern

Die Verschreibungskosten im Kanton bestehen aus den Notarkosten, den Handänderungssteuern und Grundbuchgebühren. In anderen Kantonen wurde die Handänderungssteuer abgeschafft.

 

Benützen Sie unseren Online-Verschreibungskostenrechner.

Link zum Verschreibungskostenrechner

 

Die Handänderungssteuer beträgt grundsätzlich 1,8 Prozent des Kaufpreises der Immobilie. Zusätzlich fallen geringe Kosten von einigen Hundert Franken für den Grundbucheinträge usw an. Es gilt für den Kanton Bern eine Faustregel zum Abschätzen der Verschreibungskosten. Sie besagt, dass die Verschreibung einer Liegenschaft insgesamt ca. 2.5 Prozent des Kaufpreises beträgt. Beim Verkauf einer Liegenschaft für 500 000 Franken werden also gemäss der Regel Verschreibungskosten von rund 12 500 Franken fällig. Allerdings gilt diese Fausregel für Immobilien, die dem ausschliesslichen Eigengebrauch dienen, seit dem 1. Januar nicht mehr. Denn Personen, die im Kanton Bern eine Immobilie für den ausschliesslichen Eigengebrauch kaufen, müssen neu keine Handänderungssteuer mehr bezahlen, sofern die Liegenschaft weniger als 800 000 Franken kostet. Die Verschreibungskosten bestehen praktisch nur noch aus den Notarkosten.

 

Auch wer eine Liegenschaft über 800 000 Franken für den Eigengebrauch kauft, kommt seit dem 1. Januar 2015 besser weg. Die Handänderungssteuer muss in diesem Fall neu nur noch auf dem Kaufpreisanteil, der 800 000 Franken übersteigt bezahlt werden.

 

Die neue Faustregel für selbstbewohnte Immobilien lautet deshalb folgendermassen: 

Bei Liegenschaften für den Eigengebrauch unter 800 000 Franken betragen die Verschreibungskosten nur noch rund 0.5 Prozent des Kaufpreises (neue Fausregel). Für teurere Liegenschaften zum Eigengebrauch gibt es keine einfache Faustrelgel mehr.

 

Näheres zur Handänderungssteuer siehe hier.

 

Zusammensetzung der Verschreibungskosten

  • Handänderungssteuer (1,8 Prozent)

  • Notargebühr gemäss unten stehender Tabelle

  • Kleinere Gebühren (einige Hundert Franken) für das Grundbuchamt

  • Ev. weitere kleine Notaraufwände z.B für neue Schuldbriefe usw.

 

 

Erläuterung der Tabelle zu den Notartarifen:

Folgende Tabelle stammt direkt aus der offiziellen Verordnung der Notariatsgebühren des Kantons Bern.Spalten 1 und 3 (Bemessungsgrundlage) = effektiver Verkaufspreis der Liegenschaft.Spalten 2 und 4 = Notargebühren. In aller Regel wenden die Notare den mittleren Tarif an für die Berechnung ihrer Gebühren bei gewöhnlichen Liegenschaften.